Das letzte Jahr im Rückblick
Das letzte Jahr im Rückblick...
überschattet von der allgegenwärtigen Finanzkrise gab es wieder reichlich Skandale um unsere Nahrungsmittel. Die Lebensmittelindustrie hat durch ihre (künstliche) gewinnorientierte Produktion ganz offensichtlich die Auswirkungen auf unsere Gesundheit und die Umwelt vollkommen ausgeblendet. So reiht sich ein Skandal an den nächsten, aber leider wird schnell wieder vergessen und weitergekauft.
Ende letzten Jahres standen die Hühner im Fokus des Geschehens. Ist es nicht unglaublich, dass 90 % des konventionell gemästeten (Fabrik-) Geflügels vorbeugend (d.h. ohne Krankheitssysmtome) Antibiotika bekommen? Diese Tiere werden nicht nur tierquälerisch in großen Hallen zu jeweils 40.000 gehalten, nein sie gefährden auch unsere Gesundheit und machen uns resitent gegen die manchmal notwendigen Antobiotika. Hinzu kommen die MRSA-Keime, die man früher fast ausschließlich in Krankenhäusern antraf. Heute sind schon Geflügel- und Schweinemäster infiziert; sind das nicht alarmierende Warnzeichen, die wir beachten sollten bei unserer täglichen (Fleisch-) Ernährung?
Unsere jetzt über 1.500 Kunden sind da ganz anders "gestrickt". Sie informieren sich nicht nur über Ökologie sondern auch über artgerechte Tierhaltung, die auf unserem NEULAND-Hof erste Priorität genießt. In 500er Gruppen können die Bauerngockel die letzten zwei Monate ihrer 100tägigen Mastdauer ohne Zaun frei herumlaufen. Eine so lange Mastdauer gibt es in Deutschland so gut wie garnicht mehr. Auch im Biobereich wird mit weißen Küken in ca. 50 Tagen gemästet und selbst die Franzosen (Label Rouge) haben ihre Mastdauer von bisher 81 auf 60 Tage reduziert, weil sie im deutschen Markt "konkurenzfähig bleiben wollen"...
Für uns war das Jahr 2011 geprägt von einem Legehennenversuch mit Sarah Wiener. Seit März lieferten unsere jetzt drei Gruppen von jeweils 50 Hennen die Eier für ihre Restaurants in Berlin. In solch kleinen Gruppen hält so gut wie niemand mehr professionell seine "Eierproduzenten". Dieser Praxisversuch war für uns sehr aufschlussreich aber auch sehr arbeitsintensiv. Im März 2012 sollen die Tiere nach Berlin übersiedeln um so richtig regional zu produzieren!
Nachdem unsere fünf Kinder alle ausgeflogen sind haben wir mit Umbaumaßnahmen auf unserem großen Fachwerkhof begonnen. Unser Zimmermannsohn Lutz hat (aus eigener Eiche) einen wunderschönen Anbau nicht nur entworfen sondern auch in 10 Wochen selber gebaut. Das nebenstehende Foto gibt einen kleinen Einblick in die jetzt realisierten Aufgänge zu mehreren kleinen Wohnungen, denn unsere 700 qm Wohnfläche für zwei Personen waren auf Dauer einfach etwas zu großzügig bemessen. So hoffen wir, unseren Kunden ab Mitte 2012 für Besuche ein Domizil bieten zu können um sich in unserer Hühnerwelt einmal in Ruhe umzuschauen.

Last but not least ist zu erwähnen dass wir erneut mit massiv gestiegenen Aufträgen "zu kämpfen hatten". Nach der Sommerpause waren das fast dreimal so viele wie im Vorjahr. 500 schlachtreife Gockel standen über 1.300 Aufträgen "gegenüber", es war und ist kaum noch zu schaffen. Deshalb werden wir ab Sommer 2012 nur noch 10er Pakete versenden können. Neukunden werden wir leider nur noch sehr begrenzt akzeptieren und eine Warteliste einrichten. So hoffen wir mit nunmehr über 60 Lebensjahren die Aufgaben in der nächsten Dekade erfolgreich meistern zu können um Ihnen die gewohnte Qualität zu akzeptablen Preisen frei Haus zu liefern. In diesem Sinne
Ihr Hühnerrebell aus der Heide...